Living Hotels schafft die
Position der Ausbildungsleitung

und besetzt diese mit Sophia Pfundstein

München, November 2022: Auszubildende gesucht! Lehrstelle zu besetzen! So hallt es immer dringlicher von Süden nach Norden. Die Suche nach dem Berufsnachwuchs wird von Jahr zu Jahr herausfordernder. Kamen laut der Bundesagentur für Arbeit (BA) 2021 noch 83 Bewerber auf 100 gemeldete Ausbildungsplätze, waren es im Juli diesen Jahres 77. In Summe sind das 233.400 unbesetzte betriebliche Ausbildungsstellen, fast 40.000 mehr als im Vorjahr. Ende September waren bundesweit noch fast 70.000 Ausbildungsstellen offen. Lösungsansätze und die „Ausbildungsgarantie“ der Regierung bewegen sich bislang eher auf Ankündigungs-Ebene.

„Mit dieser Thematik sind wir gerade in der Hotellerie schon länger konfrontiert, gerade auch, weil die Branche zusehends – für mich in großen Teilen übrigens zu Unrecht – stigmatisiert wird. Ja, der Job verlangt Flexibilität. Aber es gibt kaum eine schönere Branche als unsere, um durch den direkten Gästekontakt und die Abwechslungsvielfalt eine derart hohe Job Satisfaction und Sinnhaftigkeit für sich selbst zu finden.“, so Lars Dünker, CIO bei Living Hotels, der auch den Bereich HR verantwortet. „Darum haben wir die Position der Ausbildungsleitung geschaffen und diese mit Sophia Pfundstein besetzen können.“ Hinter der Etablierung des Bereichs steht von Seiten der Hotelgruppe, die dieses Jahr auch ihr 40jähriges Jubiläum als Serviced Apartment-Pionier

 

hierzulande begeht, das Ziel:

  • der Ausbildung ein höheres Niveau an Qualität und den Auszubildenden ein noch größeres Forum als bis dato zu geben.
  • die Nachwuchssicherung zu intensivieren, indem die Auszubildenden ihre Stärken durch gezielte Förderprogramme entwickeln können und frühzeitig eine attraktive Perspektive bekommen.
  • den individuellen Dialog mit den Auszubildenden und den Informationsfluss zur Geschäftsleitung zu fördern, um Prozesse zu optimieren.
  • den Lehrauftrags-Anspruch der Auszubildenden sicherzustellen, indem die neuen Themenfelder des erweiterten Ausbildungsrahmenplans der IHK in den Häusern qualitativ hochwertig umgesetzt, begleitet und erfolgreich vermittelt werden
  • neue Wege zu gehen. Z.B. durch Kooperationen, Workshops und Auslandssemester, um dem Nachwuchs in der Ausbildung eine Erfahrung zu ermöglichen, die sonst oft erst danach umsetzbar ist.
  • Finalement und ganz wichtig: die Attraktivität der Branche und damit auch die eines Arbeitsplatzes bei Living Hotels zu steigern. Jungen Menschen zu vermitteln, dass sie als Mitarbeiter der Garant für eine erfolgreich agierende Hotellerie sind, weil bei aller fortschreitenden Technologisierung das Menschsein in diesem Business schlicht nicht ersetzt werden kann.

 

Lars Dünker ist überzeugt, dass es dem Unternehmen durch die neue Position gelingen wird, den über 55 Auszubildenden noch stärker zu vergegenwärtigen, wie wichtig sie im und für das Unternehmen sind und dass sie nun zu ihren Direktoren und Ausbildungsleitern eine weitere Anlaufstelle haben, die sich ausschließlich um sie kümmert, um mit ihnen den bestmöglichen Weg für das Jetzt und Später zu realisieren. „Wir wissen um unsere hohe Verantwortung, was Nachwuchsarbeit anbelangt und sind hier auch auf einem sicher richtigen Weg. Das sehen wir nicht zuletzt daran, dass die Feedbackgespräche überwiegend positiv sind, dass die allermeisten ihre Ausbildung erfolgreich abschließen und ihren Weg dann gerne weiter bei uns gehen.“, sagt Lars Dünker. „Genau darum ist es konsequent, dass wir noch mehr in die Tiefe arbeiten, dass wir den Auszubildenden vermitteln, dass ihre Ausbildung bei uns mit einem klaren Mehrwert für sie und ihren Lebensweg verbunden ist.“

 

Für diese Aufgabe hat Living Hotels mit Sophia Pfundstein die persönliche Wunschkandidatin gewinnen können. Die 32jährige Münchnerin brennt für die Arbeit mit jungen Menschen, eine Tatsache und Herzensangelegenheit zugleich, wie ihr Werdegang belegt. Seit ihrer Ausbildung und dem Doppelstudium des „Tourismus- Hotel- und Eventmanagements“ bzw. des „Hospitality Managements“ sowie ihrer Weiterbildung zur Personalfachkauffrau ist ihr Weg stringent auf die Säulen Tourismus und Hotelmanagement, Hospitality Managements und Personal ausgerichtet. Ihr persönliches Steckenpferd dabei: der Bereich der Auszubildenden. So verantwortete sie 2019 als Assistant HR-Manager im Le Méridien Hotel München unter anderem die Betreuung der Auszubildenen in allen personalwirtschaftlichen Angelegenheiten. 2020 wechselte sie als HR Coordinator zu Cocoon München GmbH, um hier den Part der Auszubildenden im Unternehmen zu übernehmen und zukunftsweisende Recruiting-Kanäle zu erarbeiten. Ihre letzte Station vor dem Wechsel zu Living Hotels war die der Junior Referentin im Feld Ausbildung im Hotel Bayerischer Hof, in der sie als persönliche Betreuung der Auszubildenden während deren gesamten Ausbildungszeit agierte, Bewerbungs- und Auswahlverfahren durchführte und die Einteilung der Azubis auf Grundlage des Ausbildungsrahmenvertrages unter der Berücksichtigung betrieblicher Gegebenheiten vornahm.

In ihrer neuen Position als Ausbildungsleitung hat Sophia Pfundstein ambitionierte Ziele: „Wenn man, so wie ich, die Hotellerie einfach liebt, dann sind die Bereiche, die in unserem Business manchmal einen negativen Beigeschmack haben mögen, gar nicht so dominierend. Darum möchte ich bei allem erforderlichen Fleiß die Möglichkeiten, die vielen Anreize, die schönen und nicht die geschönten Seiten der Hotellerie verdeutlichen und für die jungen Leute ermöglichen. Ich bin für sie, ihre Anliegen, ihre Entwicklung und ihre Zukunft da. Und dazu habe ich hier die passgenaue Bühne.“

Mit entscheidend für ihren Wechsel war dabei, dass bei Living Hotels jeder Auszubildende vom ersten Tag an ein gleichwertiges Team-Mitglied ist, das mit viel persönlichem Einsatz des Umfelds gefördert wird und zu keinem Zeitpunkt etwa als vermeintlich „günstige Arbeitskraft“ gesehen wird. „Auszubildende erfahren hier die bestmögliche Ausbildung. Dafür wird jede Menge bewegt.“, so Sophia Pfundstein. „Ich wünsche mir, dass sich unsere Arbeit positiv auf die Prüfungsergebnisse der Auszubildenden und vor allem auch auf ihre Persönlichkeitsentfaltung „von der Raupe zum Schmetterling“ auswirkt. Und natürlich freue ich mich, wenn sie zudem bei uns eine Perspektive für sich sehen können. Es gibt für uns keine wünschenswerteren Mitarbeiter, keine besseren Botschafter und überzeugenderen Gastgeber als die, die jede Abteilung eines Hauses drei Jahre lang durchlaufen haben und alle Abläufen detail kennen. Jede junge Kollegin, jeder junge Kollege, den wir übernehmen können, ist für uns wie ein 6er im Lotto.“

Das letzte Wort gehört den jüngsten Absolventen

Alyssa Klug, Living Hotel Das Viktualienmarkt, München, 20 Jahre

„Ich bin eine der ganz wenigen in meiner Klasse, die ihre Ausbildungswahl nicht bereut haben. Ganz im Gegenteil. Eigentlich wollte ich die Ausbildung nur zum Spaß machen, nach dem Abi nicht gleich studieren und auch nicht in der Hotellerie bleiben. Wirklich ist jetzt alles anders. Momentan kann ich mir sehr gut vorstellen für immer in dieser Branche zu bleiben. Und das hat alles mit diesem Haus, dem Team, dem Spirit und auch dem Unternehmen zu tun. Vom ersten Tag an waren alle gut zu mir und ich bin echt zu 100% happy mit meiner Ausbildung.

Ich hatte nie das Gefühl „nur“ ein Azubi zu sein, sondern war – wie alle hier – stets ein vollwertiges Team-Mitglied. Ich wurde wirklich von allen Kollegen und meinem Direktor zu jeder Zeit unterstützt. Besonders gefallen hat mir, dass ich ziemlich selbständig arbeiten durfte, ich mich als Person überhaupt nicht verbiegen musste und muss, sondern gefördert werde und echte Perspektiven bekomme. Darum bleibe ich hier. Aus voller Überzeugung. Denn besser hätte ich es nicht treffen können.“

Ahmad Samir, Grand Hotel Russischer Hof, Weimar, 25 Jahre

„Schon während der Schulzeit in meiner Heimat Syrien habe ich mich für die Hotellerie und die Arbeit mit Menschen interessiert. Ein Job am Schreibtisch wäre nichts für mich. Darum habe ich nach meinem Abitur ein Tourismusstudium in Damaskus begonnen, das ich nur nicht zu Ende bringen konnte, weil es bei uns zu unsicher wurde. Also kam ich mit 19 Jahren nach Deutschland. Ich lernte erst die Sprache, habe mich im Russischen Hof zur Hotelfachmann-Ausbildung beworben und wurde von unserem Direktor Albert Voigts auch gleich genommen. Ich kann mich wie heute daran erinnern, dass er mir im Bewerbungsgespräch gesagt hat, dass wir als Auszubildende für das Hotel wichtig sind, dass wir uns wohl fühlen und immer fragen sollen, ganz egal was es auch gibt. Dazu gehört auch auszusprechen, welche Abteilungen uns persönlich gefallen, damit jeder von uns seinen Platz findet. Das ist jetzt vier Jahre her. Ich arbeite nach Abschluss der Ausbildung an meinem Lieblingsort, der Bar und es gab in der ganzen Zeit keine Situation, in der dieses Versprechen nicht eingehalten wurde. Ich konnte immer mit allem zu jedem kommen und bekam Antworten und Rat. Die Unterstützung ging bei mir noch dazu über die reine Ausbildung hinaus, denn ich brauchte gerade am Anfang Hilfe mit den vielen Formularen, meinem Aufenthaltstitel etc. Das hätte ich nie alleine geschafft.

Unabhängig davon, dass mir die Hotellerie viel Spaß macht, gibt es für mich zwei ausschlaggebende Gründe, warum ich meine Ausbildung gerne gemacht habe und jetzt gerne hierbleibe – und das, obwohl ich die ersten drei Jahre jeden Tag 1,5 Stunden zur Arbeit gefahren bin und auch wieder zurück. Ich wollte weiter hier arbeiten, weil mir meine Aufgabe gefällt, weil ich viele Entwicklungsmöglichkeiten für mich habe und die Hotellerie jede Menge Vorteile bietet, wenn man sie nur sehen will. Der zweite Grund ist das Team hier. Schon nach den ersten Wochen hatte ich nicht mehr das Gefühl zur Arbeit zu kommen. Das hier ist mittlerweile meine zweite Familie – darum habe ich übrigens auch schon lange nicht mehr so viel Heimweh.“

Denise Osterroth, Living Hotel Weißensee, Berlin, 25 Jahre

„Da ich ein ruhigerer Typ bin, hätte ich nie gedacht, dass die Hotellerie etwas für mich ist, aber vom ersten Ausbildungstag an habe ich mich wohlgefühlt: im Haus, mit den Kollegen, die für mich wie meine zweite Familie sind. Ich wusste wirklich gleich: das hier ist es. Und das hat
sich während meiner Ausbildung total bestätigt. Unser Direktor und jeder Kollege hat mir bei allem immer geholfen. Ich konnte zu jeder Zeit fragen, sogar auf der Arbeit für meine Prüfungen lernen. Für meine Ausbildung und die Unterstützung, dass wir Living Hotels-Azubis als einzige nicht in Kurzarbeit mussten und auch viele Seminare besuchen konnten, die mich persönlich wirklich weitergebracht haben, wurde ich zum Teil schon sehr von meinen Klassenkameraden beneidet. Auch nicht üblich unter Auszubildenden waren z.B. unsere tollen Azubi-Ausflüge in andere Städte und Hotels mit dem gesamten Team und dem Direktor. Und ganz außergewöhnlich und für mich ein persönliches Highlight war, dass ich als eine der wenigen Schüler einen Auszubildenden-Austausch machen durfte. Unser Direktor wusste, dass ich sehr reisefreudig bin und hat darum für mich mit dem De Medici in Düsseldorf einen Austausch für zwei Wochen vereinbart. Das vergesse ich nie.

Darum war für mich klar, dass ich nach meiner Ausbildung hier bleiben will. Auch, wenn ich irgendwann vielleicht noch einmal wechseln
werde, weiß ich heute schon, dass ich auf alle Fälle wieder zurückkomme. Denn hier werde ich als Mensch und Mitarbeiterin gesehen, gefördert und wertgeschätzt. Ich habe mich hier einfach selbst entdeckt.“