Jazz?We can! im Living Hotel Frankfurt

Raus aus dem Keller, rein ins Wohnzimmer

Living Hotel Frankfurt bringt „Jazz? We Can!“ auf die Bühne

Frankfurt, August 2018: Jazz – die meisten denken bei diesem Begriff gerne noch an vermeintlich unmelodische Akkorde und an Alte-Leute-Musik: an Dixie-Frühschoppen, Cocktail-Swing, Bebop oder schlimmstenfalls an unverdaulichen 60er/70er-Jahre-Freejazz. Und befinden sich dabei total auf dem falschen Dampfer: Die überwältigende Mehrheit der Musik, die heute unter dem Label Jazz erscheint, hätte man vor 20 Jahren niemals Jazz genannt.

Eine junge Generation von Musikern, die klassisch ausgebildet, vom Jazz-Spirit durchdrungen und mit Rock und Pop aufgewachsen ist, löst gerade die alten Swingbop- und Fusion-Zeiten ab. Wirft alle Genre- und Stilgrenzen über Bord, bedient sich für den jeweils eigenen neuen Weg bei der gesamten Musikgeschichte und macht mal radikal eingängige, mal extrem fordernde, aber immer begeisternde junge Musik. Man könnte sogar sagen, der bessere Pop findet heute unter dem Jazz-Signet statt. Nicht ohne Grund holen die erfolgreichsten Pop-Musiker von Jan Delay bis Beyonce Jazzer ins Studio und in ihre Bands. Diese neue Jazz-Generation wartet auch nicht mehr, bis das Publikum zu ihr in den guten alten Jazzkeller hinabsteigt, sie gehen raus, spielen in den Kulturzentren, okkupieren öffentliche Räume, erobern die Techno-Clubs oder kommen in die Wohnzimmer.

Wer aber hat schon so ein schönes, großes Wohnzimmer, einen echten Living Room wie das Living Hotel Frankfurt? So reifte hier – nicht zuletzt in der Stadt, die nach dem Krieg jahrzehntelang die deutsche Jazz-Hauptstadt war – die Idee, diesem neuen Jazz ein passendes Forum zu verschaffen: Bei „Jazz? We Can!“ legen ab 20. Oktober diesen Jahres die sechs mit heißesten jungen Acts der deutschen Szene los; einmal im Monat; in intimer, entspannter Atmosphäre; bei freiem Eintritt; ausgewählt und präsentiert vom Münchner Musikjournalisten („Süddeutsche Zeitung“) und Jazz-par excellence-Kenner Oliver Hochkeppel.

Ein buntes Jazz-Künstler-Kaleidoskop im Frankfurter Living Room Los geht es mit dem wildesten Blechbläser der deutschen Musiklandschaft, dem lange in Köln lebenden Allgäuer Tausendsassa Matthias Schriefl, bekannt für seine kunterbunten Outfits, seinen schrägen Witz, seine überragende Technik an Trompete, Flügel-, Wald- oder Alphorn und seine mit Jazz wie Volxmusik aller Art und jeder Herkunft jonglierenden Stücke. Spannend wird es bei ihm immer, ob er mit amerikanischen oder europäischen Top-Jazzern spielt, mit neuen Volksmusikern aus dem Alpenraum oder wie im Living Hotel mit indischen Karnak-Perkussionisten.

Starke Stimmen dürfen natürlich auch bei „Jazz? We Can!“ nicht fehlen: Stephanie Bolz singt sich im November im außergewöhnlichen Duo Le Bang Bang mit dem Bassisten Sven Faller auf ganz eigene Pop-Art durch die Musikgeschichte. Etwas klassischer liebt es Johanna Schneider in der ersten Jazz Night im Februar 2019 im Duo mit der herausragenden Pianistin Laia Genc. Als neuen David Sanborn hat man den Saxofonisten Max Merseny schon gefeiert. Allerdings reichert er seinen hippen, hier vom Ausnahmegitarristen Ferdinand Kirner begleiteten Soul-Jazz noch mit beschleunigenden aktuellen Zutaten von Electro bis Hip-Hop an.

Mit LBT, dem Trio des Namensgebers Leo Betzl am Klavier, Maximilian Hirning am Bass und Sebastian Wolfgruber am Schlagzeug reisen die großen Abräumer nach Frankfurt an. Vom Kurt Maas Jazz Award über zwei Hansjürg-Hensler-Preise und den Neuen Deutschen Jazzpreis (als Rhythmusgruppe des Vincent Eberle Quintetts), dazu diverse Ehrungen als Teile der Jazzrausch Bigband – kaum eine namhafte Ehrung, die sie kaum zwei Jahre nach ihrem Studienabschluss noch nicht vorzuweisen hätten. Mit ihrem Techno-Jazz-Programm, das sie bei „Jazz? We Can!“ spielen, gewannen sie vor kurzem den BMW Welt Jazz Award. Das herausragende Duo zweier bereits etablierter, aber immer noch forscher Virtuosen beendet den Reigen im April 2019: Gitarrist Andreas Dombert und Pianist Chris Gall haben ihre bahnbrechende Kreativität zwischen sensiblem Minimalismus, Latin Moods und groovendem Urban Jazz schon oft bewiesen. Also: Jazz? We can!

Wann & Wer:

Matthias Schriefl | 20.10.18
Le Bang Bang | 14.11.18
Max Merseny & Ferdinand Kirner | 14.12.18
Johanna Schneider & Laia Genc | 11.2.19
LBT – Leo Betzl Trio | 19.3.19
Andreas Dombert & Chris Gall | 12.4.19

Bilder der Künstler nach Auftritt von li. nach re.

Wer & Was:

Viel Spaß beim Reinhören.

Wo & Wie:

Living Hotel Frankfurt | Mailänder Str. 8 | 60598 Frankfurt | www.living-hotels.com | Eintritt frei

Was noch:

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Alexandra Köhnlechner

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